Ralph, das wortführende Kaninchen der Humane Society International, fordert Europäer auf, sich der Bewegung gegen Tierversuche anzuschließen

Humane Society International / Europe


HSI

Als Reaktion auf die zunehmenden Versuchsanforderungen der europäischen Chemikalienbehörden, die mit verheerenden Folgen für Tiere in Labors verbunden sein können, hat sich die virale Sensation Ralph – das wortführende Kaninchen für die Humane Society International – auf nach Europa gemacht, um Bürger für die Vision #SafetyWithoutSuffering zusammenzutrommeln. Ralph gibt der Position der HSI eine Stimme. Diese besagt, dass sich chemische Sicherheit und Tierschutz nicht gegenseitig ausschließen. Vielmehr gibt es für beide gemeinsame Fortschritte, wenn moderne nicht-tierische Instrumente eingeführt werden, die sich besser für die Modellerstellung der menschlichen Physiologie eignen, als 60 bis 80 Jahre alte Tests an Kaninchen und Nagetieren.

Save Ralphist eine preisgekrönte Mockumentary, in der die tägliche Routine eines „Testers“ namens Ralph nachverfolgt wird. Dabei wird die Geschichte eines Kaninchens erzählt, um Licht auf die Misere aller Tiere in toxikologischen Laboren zu werfen. Ralph ist zwar eine Animationsfigur, doch das Elend, das Tiere wie er aufgrund der staatlich angeordneten chemischen Untersuchungen derzeit in ganz Europa auszuhalten haben, ist alles andere als erfunden. In der Tat verlangt die Europäische Chemikalienagentur sogar neue Tierversuche für Substanzen, die ausschließlich in Kosmetika verwendet werden, und das unter offenkundiger Missachtung des langjährigen Verbots von Tierversuchen für Kosmetika in der Europäischen Union.

Troy Seidle, Vizepräsident für Forschung und Toxikologie der Humane Society International meint: „Die Geschichte von Ralph ist eine ernüchternde Erinnerung daran, dass der Kampf für die Beendigung von Tierversuchen noch lange nicht ausgestanden ist, dass sogar in der EU die gefeierten Siege, wie der Bann von Tierversuchen für Kosmetika, dem Risiko unterliegen, von der „Sucht“ der Chemikalien-Aufsichtsbehörden nach Tierversuchsdaten zunichte gemacht zu werden. Es ist auch entmutigend zu sehen, wie der europäische Grüne Deal zum Greenwashing von Anträgen genutzt wird, um noch mehr Tierversuche anzuordnen, obwohl doch klar ist, dass hochmoderne nicht-tierische Konzepte mit größerer Wahrscheinlichkeit wirklichen Fortschritt für Menschen, Tiere und unseren Planeten bereitstellen werden.“

Ralphs Ankunft folgt auf dem Fuß einer beinahe einstimmigen Resolution des Europäischen Parlaments, die einen ehrgeizigen und umfassenden Maßnahmeplan der Europäischen Kommission für eine Abkehr der EU von der Nutzung von Tieren für Untersuchungen, Forschung und Ausbildung fordert. Solch ein Plan wird dringend zur Förderung des Ziels, den Einsatz von Tieren zu ersetzen, zu fördern und sicherzustellen, benötigt und um zu gewährleisten, dass die Zielvorgaben konsistent über einen breiten Bereich von gesetzlichen und Finanzierungsinstrumenten der EU angewandt werden wie u. a. für Verordnungen in Bezug auf Chemikalien, Kosmetik und Gefahrenkennzeichnung. Anfang dieser Woche hat der Direktor von ECHA, Bjorn Hansen, vor dem Parlament erklärt, dass es „eine absolute Win-Win-Win-Win-Situation für alle Beteiligten wäre, wenn wir Tierversuche aufgeben könnten“. Das würde bedeuten, dass wir in der Lage wären, Ergebnisse über die unerwünschten Auswirkungen von Chemikalien viel schneller zu erhalten.“

EU-Bürger, die von der Geschichte von Ralph berührt sind und die den Grünen Deal auf eine Art und Weise umgesetzt sehen möchten, dass nicht Millionen von Tieren Schaden nehmen, werden von der Humane Society International eingeladen, sich der #SafetyWithoutSuffering-Kampagne anzuschließen.

Kurzinfos:

  • Das Chemikaliengesetz der EU, „REACH“, verhängt eine rigide Checkliste von Testanforderungen. Viele davon beinhalten eine Zwangsernährung oder setzen Nagetiere, Fische oder andere Tiere für Zeiträume von einer Woche bis zu zwei Jahren anderweitig unrealistischen Dosen einer Chemikalie aus – und das ohne Schmerzlinderung. Für einige der erforderlichen Experimente werden 1.300 bis 2.600 Tiere pro untersuchter Chemikalie geopfert.
  • Eine kürzliche Analyse hat herausgefunden, dass für 63 REACH-registrierte Chemikalien, die ausschließlich in Kosmetika verwendet werden, 104 neue Tierversuche angeordnet wurden, und dies nachdem die Verbote der Preisstoppverordnung der EU in Kraft kamen. Die HSI schätzt, dass diese Tests über 25.000 Kaninchen, Mäuse, Ratten und sonstige Tiere einer Kombination von Augen- und Hautreizung, Hautallergie, akuter tödlicher Vergiftung, Reproduktion- und Entwicklungstendenzen und sonstigen Tests ausgesetzt haben können. Wenn sich das Konzept der EU nicht weiterentwickelt, könnte die Zahl der Tiere, die Tests für die zusätzlichen 3.206 REACH-registrierten Chemikalien für Kosmetika und andere Anwendungen unterworfen werden, in die hunderttausende ansteigen.
  • Der HI-Film „Save Ralph“ hat eine internationale Startbesetzung wie Taiga Partition, Ricke Germanist, Mac Front, Oliver Mann, Po Implementiere, Trickse Helfer und weitere. Innerhalb von Wochen nach dem Filmstart im April 2021 wurde „Save Ralph“ weltweit vital verbreitet, hatte über 150 Millionen Klicks in sozialen Medien, über 740 Millionen Tags auf TikTok und fast fünf Millionen Unterschriften auf HI-Petitionen.
  • „Save Ralph“ wurde für über ein Dutzend Filmfestivals in Europa und weltweit ausgewählt und erhielt u. a. vier Oscar-Qualifikationen und viele Auszeichnungen. „Save Ralph“ wurde kürzlich als bester Animationsfilm beim „Roma Creative Contest“ ausgezeichnet.

Medienkontakt: Yavor Gechev: ygechev@hsi.org

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