Mehr als 100 Hunde aus Südkoreas Hundefleischhandel gerettet, um ein neues sicheres Zuhause zu finden

Humane Society International / South Korea


Jean Chung/im Auftrag von HSI

WASHINGTON – Mehr als 100 Hunde, die vor dem brutalem Hundefleischhandel in Südkorea gerettet wurden, sind auf dem Weg in liebevolle Hände in den Vereinigten Staaten. Humane Society International (HSI) rettete die Hunde im Rahmen ihrer Kampagne zur Beendigung des Hundefleischhandels und flog sie in die USA. Dort wurden sie nun an Partnerorganisationen übergeben, die den Adoptionsprozess für die Hunde koordinieren.

“Die Rettung von Tieren, um sie vor Leid und Vernachlässigung zu schützen, ist so wichtig wie eh und je”, sagte Kitty Block, CEO der Humane Society International und Präsidentin und CEO der Humane Society of the United States. “Dank der harten Arbeit unserer Mitarbeiter und Partner — sowohl in Korea als auch in den USA — werden diese Hunde nun das glückliche Leben haben, das sie verdienen: mit Familien, die sie lieben.”

HSI rettete im Mai 60 der insgesamt 100 Hunde aus einer einzigen Hundefleischfarm, der 16. Farm, die die Organisation seit 2015 geschlossen hat. Die Hunde blieben vorübergehend in einer Zwischenstation in Seoul, bis die Aufhebung der COVID-19 Reisebeschränkungen es HSI ermöglichte, sie in die Vereinigten Staaten zu bringen.

Während Hundefleisch in mehreren Ländern Asiens gegessen wird, ist Südkorea das einzige Land, das Hunde für den menschlichen Verzehr in großem Maßstab züchtet. Schätzungsweise 2 Millionen Hunde pro Jahr werden auf Tausenden von Hundefleischfarmen im ganzen Land aufgezogen. Die Bedingungen auf diesen Farmen sind schrecklich – die meisten Hunde verbringen ihr ganzes Leben in kargen Drahtkäfigen ohne angemessenen Auslauf oder tierärztliche Versorgung, bis sie dann brutal getötet werden, in der Regel durch Stromschläge oder Erhängen.

HSI etablierte in Südkorea ein wegweisendes Programm, das mittlerweile die nachhaltige Schließung von 16 Hundefleischfarmen ermöglichte. HSI arbeitet mit koreanischen Hundezüchtern zusammen, um neue Wege aufzuzeigen, wie sie zukünftig ihren Lebensunterhalt außerhalb des grausamen Hundefleischgeschäftes verdienen können. Die Farmer unterzeichnen einen 20-Jahres-Vertrag, in dem sie sich verpflichten, dass sie keine Hunde oder Tiere züchten werden. Die Käfige werden zerstört, um sicherzustellen, dass in Zukunft keine Tiere mehr auf dem Grundstück leiden werden.

Ein Tierarzt impft nach jeder Rettungsaktion die Hunde gegen Hundegrippe, Tollwut, Staupe, Hepatitis, Parvovirose und Parainfluenza. HSI isoliert dann die Hunde auf der Farm oder in einem provisorischen Tierheim, um die Quarantänebestimmungen vor dem Transport zu erfüllen. Vor dem Flug erhalten die Hunde einen weiteren Check-up, um sicherzustellen, dass sie gesund und kräftig genug sind, um zu fliegen.

Bisher hat HSI mehr als 2.000 Hunde aus koreanischen Hundefleischfarmen gerettet. Die Hunde werden zur Adoption in die Vereinigten Staaten, Kanada und das Vereinigte Königreich gebracht. Auch in Südkorea nimmt zwar die Zahl der Menschen zu, die Haustiere halten, doch die Adoption anstelle des Kaufs eines Hundes ist noch nicht weit verbreitet.

Medialink für den Download von Bildern und Videos der 16. Hundefarmschließung.

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Medienkontakt:

Sylvie Kremerskothen Gleason, Landesdirektorin Deutschland, HSI Europe: sgleason@hsi.org