Europäische Bürgerinitiative gegen Pelz

Handle jetzt für ein pelzfreies Europa

Humane Society International / Germany


Jedes Jahr werden weltweit mehr als 100 Millionen Tiere für ihr Fell gezüchtet und getötet, insbesondere Nerze, Füchse, Chinchillas und Marderhunde. Sie verbringen ihr kurzes, trauriges Leben in winzigen Metallkäfigen, wo sie ihre natürlichen Verhaltensweisen nicht ausleben können, und unter Krankheiten, Wunden, Selbstverstümmelung und sogar Kannibalismus leiden können. Die Europäische Union ist einer der größten Pelzproduzenten und Importeure. Im Jahr 2020 wurden mehr als 18 Millionen Tiere für ihr Fell gezüchtet und getötet.

Obwohl 14 EU-Mitgliedstaaten ein vollständiges Verbot der Pelzproduktion eingeführt haben, ist die Pelztierzucht in mehreren Ländern noch legal und sowohl die Einfuhr als auch der Verkauf von Pelzen und Pelzprodukten innerhalb der EU und aus Drittländern sind noch nicht eingeschränkt worden.

HSI/Europe startete die europäische Bürgerinitiative “Fur-Free Europe” zusammen mit mehr als 70 anderen Organisationen, um ein europaweites Verbot der Einfuhr und der Tierzucht für Pelz zu fordern.

Sobald die Initiative 1 Million gültige Unterschriften erreicht, ist die Europäische Kommission verpflichtet, eine offizielle Stellungnahme zu erarbeiten.

Handle jetzt und unterschreibe die Petition!

Warum sollten die Pelztierzucht und der Verkauf von Pelzprodukten verboten werden?

Grausam und ethisch unhaltbar

Die überwiegende Mehrheit der Tiere, die für ihren Pelz gezüchtet und getötet werden, sind Wildtiere, die in winzigen Käfigen eingesperrt sind. Sie erleiden untragbaren Stress, da sie ihr natürliches Verhalten nicht ausleben können.

Nerze sind zum Beispiel sehr aktive Tiere und Einzelgänger, die sich in großen Gebieten, einschließlich Seen und Flüssen, bewegen. In winzigen Gitterkäfigen sind sie gezwungen, zusammen mit anderen Tieren auf engstem Raum zu leben.. Unter diesen Bedingungen entwickeln sie untypische Verhaltensweisen, die in der Natur so nicht vorkommen: Selbstverletzungen, Wundinfektionen, Kannibalismus und stressbedingte, repetitive Verhaltensweisen.

Nerze brauchen Zugang zu Wasser, um zu schwimmen und zu jagen, aber das steht den Zuchttieren in Pelzfarmen nicht zur Verfügung. Auch Füchse und Marderhunde können unter Stress und stress-verbundenen Krankheiten leiden. Das Leben in kleinen Käfigen schadet auch anderen Nutztieren wie Chinchillas, die Grundbedürfnisse haben und die nicht erfüllt werden können wie springen, graben und regelmäßig im Sand baden.

Darüber hinaus sind die Methoden zur Tötung von Tieren, die ausschließlich für ihr Fell gezüchtet werden, grausam und absolut inakzeptabel – Nerze werden normalerweise durch Gas getötet, Füchse und Marderhunde durch anale Elektroschocks und Chinchillas durch Gas, Elektroschock oder in einigen Fällen auch durch das Brechen ihres Genicks.

Obwohl verschiedene Meinungsumfragen eine wachsende Besorgnis für das Wohl der Tiere in Pelztierfarmen belegen und viele Länder Pelzfarmen und Pelzprodukte bereits verboten haben, ist die heutige EU-Gesetzgebung nicht in der Lage, die Tierschutzprobleme und das Tierwohl in der Pelzindustrie anzugehen und Untersuchungen weisen immer wieder auf Verstöße gegen den Tierschutz auf Pelzfarmen in ganz Europa hin.

Pelzfarmen bedrohen die Umwelt und die biologische Vielfalt

Pelztierzucht kann schreckliche Auswirkungen auf die Umwelt und auf die europäische Artenvielfalt mit sich bringen. Pelzfarmen verschmutzen Gewässer und Böden. Einige Tierarten, die in Pelzfarmen gezüchtet werden, sind exotisch, und können damit der biologischen Vielfalt in der Umgebung schwer schaden. Einzelne amerikanische Nerze fliehen häufig aus den Farmen und können dadurch sogar 47 einheimischen europäischen Arten schaden, 6 der einheimischen Arten sind vom Aussterben bedroht.

Risiken für die öffentliche Gesundheit

Viele der Chemikalien, die in dieser Industrie für die Entfärbung und Verarbeitung des Pelzes verwendet werden, sind potentiell hautreizend. Mehr als 45 Stoffe oder Chemikaliengruppen, die in Zusammenhang mit der Verarbeitung von Pelzen stehen, wurden als gefährliche Stoffe eingestuft. Die Verwendung von giftigen Metallen ist besonders gefährlich, weil sie biologisch nicht abbaubar sind und sich im Körper anreichern.

Während der Corona-Krise wurde entdeckt, dass SARS-CoV-2 – das Virus, das Covid-19 ausgelöst hat – zwischen Menschen und gezüchteten amerikanischen Nerzen, die häufigste Pelztierart in Europa, hin und her springen kann. Gleichzeitig mutiert der Erreger und kann die Wirksamkeit von Impfstoffen untergraben, was die öffentliche Gesundheit hinsichtlich der Rolle, die Pelzfarmen als gefährliche Reservoire für die Krankheit spielen könnten, beunruhigt. Seit April 2020 haben sich Nerze auf mehr als 480 Pelzfarmen weltweit mit COVID-19 infiziert.

Ist das wichtig für mein Land?

Nerze, Füchse, Chinchillas und Marderhunde werden in der gesamten EU für ihr Fell gezüchtet. Trotz der Schließung zahlreicher Pelzfarmen in der EU infolge der SARS-CoV-2-Infektionen, vor allem in Dänemark und in den Niederlanden, waren im Dezember 2020 noch mehr als 750 Netzfarmen aktiv, vor allem in Finnland, Polen, Litauen und Griechenland. Selbst im Jahr 2020 wurden in der Europäischen Union mehr als 18 Millionen Pelze hergestellt.

Obwohl die Pelztierzucht in 13 EU-Mitgliedstaaten verboten ist, bleibt die EU einer der größten Pelzproduzenten und gleichzeitig Importeure von Pelzprodukten.

In Deutschland gibt es immer noch kein Pelztierfarmverbot. Es wurden lediglich die Tierschutzbestimmungen für Pelztiere erhöht, sodass die Zucht unwirtschaftlich für die Betreiber der Pelzfarmen wurde, und die letzte Pelztierfarm in Deutschland dann im Jahr 2019 schloss.

Im Jahr 2019 haben die EU-Mitgliedstaaten 8112 Tonnen Nerz- und Füuhspelz exportiert und mehr als 825 Tonnen davon importiert. Obwohl die Corona-Pandemie die Pelzbranche und den Pelzhandel stark beeinträchtigt hat, bleiben die Zahlen immer noch hoch – 4597 Tonnen Fell wurden exportiert und 214 Tonnen importiert.

Was ist eine Europäische Bürgerinitiative?

Im Gegensatz zu gewöhnlichen Online-Petitionen ist die Europäische Bürgerinitiative das wirksamste Mittel, die EU-Regierungen und die Europäische Kommission dazu aufzufordern, neue Gesetze zu erlassen. Sobald eine Initiative 1 Million gültige Unterschriften erreicht, ist die Europäische Kommission verpflichtet, eine offizielle Stellungnahmezu verfassen.

Um eine Unterschrift nachzuprüfen, werden die EU-Bürger*innen aufgefordert, bestimmte persönliche Daten anzugeben, die nur zur Unterstützung der Initiative verwendet werden. Die angegebenen Daten werden gelöscht, sobald die Initiative beendet und alle Unterschriften als gültig anerkannt wurden. Fur Free Europe befolgt alle gesetzlichen Anforderungen, die dn GDPR und Datenschutz bestimmen.

Learn More Button Inserter